Misbrauchs

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mercoledì 10 settembre 2008

Ritalin: Die (un)bekannte Gefahr für unsere Kinder

Sammelklage in den USA gegen den Hersteller

von Barbara Simonsohn

Ritalin ist eingefährliches Psychopharmakon, das immer mehr Kinder auch in Deutschland wegen „Auf- merksamkeitsstörungen“ oder „Hyperaktivität“ bekommen. Innerhalb von fünf Jahren erhöhten sich die Absatzzahlen in Deutschland um mehr als das Vierzigfache. 1995 waren es noch 0,7 Millionen Tabletten, 1999 bereits 31 Millionen. Laut “The Independent“ vom 19.3. 2000 ist in mehr als 50 Ländern der Ritalin-Verbrauch um mehr als 100 % gestiegen.

In Tierversuchen wurde der Verdacht bestätigt, dass Ritalin über eine verringerte Ausschüttung des Hormons Prolaktin eine Wachstumshemmung hervorrufen kann, die verschiedene Organe betreffen kann. Pizzi, Rode und Barnhart zeigten 1996 auf, dass Rattenbabies, die Methylphenidat (Ritalin) bekamen, verkleinerte Hirnanhangsdrüsen, Schilddrüsen, Hoden, Nebennieren und ein verringertes Gehirngewicht aufwiesen (vgl. Prof. Karl J. Abrams, ADHD – Aufmerksamkeitsstörung und Hyperaktivität bei Kindern und Erwachsenen. Alternativen zur medikamentösen Behandlung).

Ciba Geigy, der Hersteller von Ritalin, fusionierte 1996 mit Sandoz zu Novartis, und damit entstand größenmäßig die Nummer 1 in der Forschung und die Nr. 2 beim Umsatz für pharmazeutische Produkte, mit einem Jahresumsatz von 18,5 Milliarden Dollar und einem Geschäftserlös von 3,2 Milliarden Dollar im Jahre 1996.

Den Pressemitteilungen der Firma zu Folge (siehe Internet) erzielte die Firma in den vergangenen fünf Jahren mehr als zweistellige Ertragssteigerungen. Um sich die aufwendige Überwachung der Einnahme von Ritalin sparen zu können, entwickelt der Hersteller Ritalin-Pflaster, die auf die Haut angebracht werden und somit permanent wirken.

Im Mai 2000 wurde vom 17-köpfigem Anwaltsbüro Waters & Kraus* in Texas eine Sammelklage gegen Novartis, dem Ritalin-Hersteller, eingereicht, sowie gegen CH.A.D.D., der größten US-Elternorganisation mit mehr als 40.000 Mitgliedern, die von Pharmafirmen wie Novartis unterstützt wird, und gegen APA, der American Psychiatric Association.

*Das Anwaltsbüro Waters & Kraus wurde berühmt, als es von der amerikanischen Tabakindustrie Milliarden Dollar für ehemalige Raucher als Schadensersatzzahlung für Gesundheitsschäden erstritt.

Amerikanische Erwachsene, die in den letzten vier Jahren Ritalin für sich oder ihre Kinder gekauft haben, dürfen sich an der Sammelklage beteiligen. Dr. Breggin vertritt als medizinischer Berater die Klageseite, und die ersten beiden Kapitel seines Bestsellers Talking Back to Ritalin stellen den Grundstein der Klage dar. Die Klage wird motiviert von Bedenken über die Übermedi- kamentation vor allem von Kindern.
Die Klageschrift besagt, dass der Pharmakonzern „absichtlich, vorsätzlich und fahrlässig die Diagnose von ADD/ADHD sowie die Verkäufe von Ritalin durch Werbeliteratur und das Training seiner Verkaufsrepräsentanten fördere. Dabei vernachlässigten die Beklagten trotz Kenntnis von Problemen und Nebenwirkungen, ausreichende Informationen an Konsumenten, Ärzte und Schulen über die bedeutenden Gefahren von Methylphenidat weiterzugeben. Zur Zeit nehmen acht Millionen Kinder und 1 Million Erwachsene in den USA täglich Ritalin ein“.

Novartis wird in der Anklageschrift bezichtigt, „aktiv Organisationen wie CH.A.D.D. finanziell und mit anderen Mitteln unterstützt zu haben, damit diese, als scheinbar neutrale Gruppen, die stetig steigende Durchführung von ADD/ADHD-Diagnosen und die zunehmenden Ritalin-Verkäufe bewerben und unterstützen“. Der APA wird vorgeworfen, mit den anderen Angeklagten konspirativ zusammengearbeitet und finanzielle Zuwendungen von Ciba/Novartis und anderen Mitgliedern der pharmazeutischen Industrie erhalten zu haben.

In der Anklageschrift belegte und kritisierte Nebenwirkungen von Ritalin sind u.a.: Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Erkrankungen des Blutes, Hautentzündungen, Fieber, unkontrolliertes Wasserlassen, Haarausfall, schlechtere Intelligenz-leistung, zwanghaftes Verhalten, Depressionen, Zombiehaftes Verhalten, Feindseligkeit, Reizbarkeit, Ängste, Halluzinationen, Psychosen, Verwirrtheit, nervöses Verhalten wie an den Haaren ziehen, vermindertes soziales Interesse, Wachstumsstörungen aufgrund einer Dysfunktion der Hirnanhangsdrüse, Gewichtsverlust, ungewöhnliches Schwitzen, Gelenkschmerzen, Verschlechterung der ADHD-Symptome und Herzrhytmusstörungen.

Nur vereinzelt findet ein Umdenken in Bezug auf die großzügige Verabreichung von Ritalin statt. In Deutschland leider noch kaum.

Der Bildungsausschuss des Bundesstaates Colorado dagegen verabschiedete am 11. November 1999 eine Resolution, in der die Lehrer aufgefordert wurden, für Verhaltens-, Aufmerksamkeits- und Lernschwierigkeiten im Klassenzimmer lieber auf pädagogische Lösungen zurückzugreifen als von Medikamenten Gebrauch zu machen.

Am 17. April 2000 nahm die Grüne Partei des schwedischen Bezirks Sörmland einen Antrag an, in dem verlangt wird, dass alle Beschäftigen des Gesundheitswesens in natürlichen, alternativen Methoden zur Behandlung von Kindern mit hyperaktivem Verhalten ausgebildet werden müssen.

Am gleichen Tag tat sich auch endlich etwas auf EU-Ebene: die Mitglieder des Europarates unterzeichneten einen Antrag zur „Beendigung der Fehldiagnosen bei Kindern“, wobei ADD/ADHD als „Grundlage einer Welle des Drogenmissbrauchs“ in den USA angeführt wird, die in Europa unerwünscht sei. Der Antrag fordert eine Studie über Diagnostizierung von ADHD und die Entwicklung geeigneter rechtlicher Maßnahmen, „um die missbräuchliche Verabreichung von Psychopharmaka an Kinder zu reduzieren“ (Council of Europe, Doc. 8727 v. 17.4.2000).

Doch noch immer werden Eltern von Kindergärtnerinnen und Lehrern unter Druck gesetzt, dass ihr Kind die Gruppe oder Schule verlassen müsse, wenn es kein Ritalin bekomme. Das gilt es zu ändern! Zumal es harmlose Methoden wie vitalstoffreiche Vollwerternährung oder die effektive AFA-Alge gibt, die als einzige „Nebenwirkung“ strahlende Gesundheit mit sich bringen.