Misbrauchs

Wenn du, eine liebe Person oder irgendjemanden, den du kennst eine Misshandlung von Seiten der Psychiatrie erlitten hast, dann nehme Kontakt zum Bürgerkomitee für Menschenrechte auf. Wir aktivieren ihn.
Se tu, una persona cara o qualcuno che conosci ha subito abusi da parte della psichiatria, mettiti in contatto con il Comitato dei Cittadini per i Diritti umani. Ci attiveremo

lunedì 3 novembre 2008

Interessenskonflikt: Absprache zwischen Psychiatrie und Pharmaziefirmen

Ohne Verwunderung wird die Nachricht (1) aufgenommen, dass die Psychiater wieder "auf frischer Tat ertappt" wurden. Die Rede ist von Experten, die mit der Revision des Neuen Handbuchs für Diagnose und Statistik bei Geisteskrankheiten (DSM-V) beauftragt sind. Die "Bibel" der modernen Psychiatrie.

Bei einer von der CSPI durchgeführten Forschung [Center for Science in the Public Interest – Wissenschaftliches Zentrum im Öffentlichen Interesse] haben sich wiederholt Interessenskonflikte zwischen den mit der Revision der nächsten Ausgabe des Diagnosehandbuchs der Amerikanischen Gesellschaft für Psychiatrie (APA) beauftragten Experten ergeben, das 2012 fertiggestellt sein sollte. Auf ihrer Website führt die CSPI an, dass 16 ihrer 28 Taskforce-Mitglieder, die mit der Herausgabe der 5. Ausgabe des Diagnosehandbuchs (DSM) beauftragt wurden, finanzielle Vereinbarungen mit der Pharmaindustrie oder mit Unternehmen hätten, die medizinische Ausrüstungen produzieren. Diese Analyse stützt sich auf Finanzinformationen, die auf der Webpage der APA veröffentlich sind.

Das DSM ist weltweit das einzige, offizielle Buch über psychiatrische Diagnose; die Mitglieder der diversen wissenschaftlichen Komitees, die darin schreiben, sind fast durchwegs Amerikaner und Mitglieder der Amerikanischen Gesellschaft für Psychiatrie. Es wird als Instrument für Diagnosen verwendet, und zwar nicht nur für individuelle Behandlung, sondern auch bei Verfahren um das Aufsichtsrecht bei Kindern, bei Fällen von vermuteter Geisteskrankheit, bei Gericht, bei der Ausbildung und auf vielen weiteren Gebieten.

Lesen Sie hier den Augenzeugenbericht eines Psychologen, der an den Besprechungen des DSM teilgenommen hat.

Geistige Störungen werden ohne jegliche Basis und ohne wissenschaftliche Grundlagen festgelegt. Das niedrige Niveau der intellektuellen Bemühungen ist beunruhigend. Die Diagnosen erfolgen im Rahmen einer mehrheitlichen Abstimmung, so als ob man in einem Restaurant etwas zum Essen bestellen würde. Danach wird alles in einen Computer eingegeben [Paula J Caplan, PhD., They Say You’re Crazy (New York: Addison-Wesley Publishing Company, 1995), p. 90]

Oder auch den Bericht von Lynne Rosewater, einer Psychologin, die an einer Verhandlung des DSM teilgenommen hat, deren Vorsitz einer der Hauptverfasser des Handbuches, der Psychiater Robert Spitzer, übernommen hatte::

Man diskutierte gerade über ein Kriterium der Persönlichkeitsstörung bei Masochisten; die Frau von Bob Spitzer [Sozialhelferin und als einzige Frau an der Seite von Spitzer anwesend] sagte: ‘Ich mach das oft’ und er sagte darauf: ‘Ok, hör auf damit’. Du siehst so etwas und sagst: ‘Warte einen Moment, wir haben kein Recht, sie zu kritisieren, denn hier handelt es sich um ‘Wissenschaft’? [Paula J. Caplan, They Say You’re Crazy, (New York: Addison-Wesley Publishing company, New York, 1995) p. 91]

Und in diesen Tagen erreicht uns die Nachricht, dass die Glaxo Smith Kline verurteilt wurde, wegen der Verabreichung von Paxil an Kinder 40 Millionen Dollar zurückzubezahlen. Das gerichtliche Verfahren stützte sich auf ein internes Dokument, aus welchem hervorging, dass die Glaxo Smith Kline Paxil als ein wirksames Medikament für Kinder und Jugendliche angepriesen hätte – entgegen der firmeninternen Mitteilungen, welche bestätigten, dass klinische Versuche mit Paxil bei Depressionen im Kindesalter keinen anderen Effekt als das Plazebo mit Zuckertabletten ergaben; ganz im Gegenteil, es ergab eine wesentlich höhere Selbstmordrate als nach der Verabreichung des Plazebos. Und trotz allem hat die GSK Paxil auf den Markt gebracht, als ein Medikament mit „hoher Sicherheit und Wirksamkeit“ bei depressiven Kindern.

Aber leider verwundert uns auch das nicht.

Erst heute Früh hat uns eine besorgte Mutter angerufen, weil ihr Sohn nach der Verabreichung von Felison (Beruhigungsmittel) “durchgedreht“ hatte. Der Sohn hat Drogen- und Alkoholprobleme. Wir sind zwar keine Ärzte, aber beim bloßen Durchlesen des Beipackzettels – was jeder beliebige gewissenhafte Arzt gemacht hätte – sind wir draufgekommen, dass das Medikament für diese Art Patienten nicht geeignet sei. Ist es tatsächlich möglich, dass der zuständige Psychiater die Beschreibung nicht gelesen hat?

Täglich melden sich bei uns viele Leute, die sich nicht nur über die zerstörerischen Nebenwirkungen der von ihnen einzunehmenden Psychopharmaka beklagen, sondern die uns auch um Rat bitten, wie man aus diesem Tunnel wieder herauskommen könnte, nachdem ihre behandelnden Psychiater ihre Klagen über Nebenwirkungen nicht ernst nehmen und sie sogar einzuschüchtern versuchen, sie in eine psychiatrische Klinik zwangseinweisen zu lassen, wenn sie die Medikamente nicht einnehmen. So sind die Patienten verängstigt und gegenüber einem solchen Autoritätsmissbrauch komplett wehrlos.

Wenn man die psychiatrischen Methoden auf epistemologischer Grundlage analysiert oder selbst nur ein Minimum an wissenschaftlicher Erkenntnis und gesunden Menschenverstand walten lässt, ergibt sich eindeutig, dass die psychiatrischen Methoden mit den anderen wissenschaftlichen Methoden – sei es Physik, Biologie oder Medizin - kaum etwas gemein haben.

Ein Großteil der “Fachleute” auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit haben an diesem Institut studiert; es entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Grundlagen. Und daraus erklärt sich auch der Grund für die Inkompetenz der meisten Psychiater. Aber warum soll diese Disziplin weiterhin den Beitragszahlern (und somit uns selbst) auf der Tasche liegen, die nie einen Beweis über ihre tatsächliche Effizienz und Kompetenz erbracht hat? Es wäre besser, diese Summen solchen Strukturen und Methodologien zuzuführen, die ihre Wirksamkeit durch Fakten beweisen können – zu unserem Wohl sowie zum Wohl unserer gesamten Gesellschaft.

Es gibt absolut auch Alternativen und schonende Methoden, die reelle Ergebnisse liefern, wo der Patient zum Mittelpunkt wird und seine Rechte respektiert und gewahrt werden; ein Beispiel dafür sind die Bemühungen von Dr. Mariano Loiacono, Dr. Giorgio Antonucci und einigen anderen.

Die Bürgerkommission für Menscherechte empfiehlt dringend, sich gründlich zu informieren, keine leichtfertigen psychiatrischen Diagnosen - weder für sich selbst noch für seine Kinder - zu akzeptieren und sorgfältige medizinische Analysen zu beantragen.

Wenn Du der Ansicht bist, aufgrund einer Diagnose oder einer psychiatrischen Behandlung Schäden erlitten zu haben, melde Dich bitte bei der Nonprofit-Organisation Bürgerkommission für Menschenrechte.

[1] Quellen: Nopsych.it - Naturalnews.com


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