Misbrauchs

Wenn du, eine liebe Person oder irgendjemanden, den du kennst eine Misshandlung von Seiten der Psychiatrie erlitten hast, dann nehme Kontakt zum Bürgerkomitee für Menschenrechte auf. Wir aktivieren ihn.
Se tu, una persona cara o qualcuno che conosci ha subito abusi da parte della psichiatria, mettiti in contatto con il Comitato dei Cittadini per i Diritti umani. Ci attiveremo

mercoledì 10 dicembre 2008

ICH WOLLTE NUR, DASS MIR JEMAND ZUHÖRT

Im Antwortschreiben des Gemeindereferenten Theiner auf die am 11. März 2008 von den Provinzialräten Riccardo Dello Sbarba, Cristina Kury und Hans Heiss vorgelegten Befragung Nr. 5531/08 “Elektroschock und psychiatrische Ruhigstellungsmaßnahmen in Südtirol“ scheinen beinharte Zahlen über Fälle von Ruhigstellungen (d.h. das Festbinden einer Person am Bett) auf. Aber hinter diesen Zahlen verstecken sich ja lebende Personen, die schwere Verletzungen ihrer Menschenrechte erleiden müssen. Im Bericht (kursiv geschrieben) ist folgendes zu lesen:

In Bozen greift man in Ausnahmefällen auf Ruhigstellungsmaßnahmen zurück: 140 Fälle (durchschnittlich 1-2 Ruhigstellungen pro stationärem Aufenthalt von 15 Tagen) auf 3414 stationäre Aufnahmen während der letzten fünf Jahre. Grund: Wahrung der Unversehrtheit des Patienten, wenn andere, bisher angewandte Maßnahmen nichts nützen…

In Brixen werden Ruhigstellungen angewandt. Es gibt ein Protokoll über die Ruhigstellungsmaßnahmen und ein seit 2006 geführtes Verzeichnis, wo diese vermerkt werden: seit damals wurden 15 Ruhigstellungen eingetragen. Grund: wenn andere Maßnahmen keinen Erfolg gebracht haben, greift man auf Ruhigstellungen zurück, um den Patienten zu schützen…

In Bruneck werden Ruhigstellungen angewandt. Nachdem keine Möglichkeit besteht, sämtliche Krankenblätter zu kontrollieren, schätzt man 5 Fälle pro Jahr. Auf Ruhigstellungsmethoden wird nur in Extremfällen zurückgegriffen… Ein Protokoll über Ruhigstellungen befindet sich derzeit in Ausarbeitungsphase.

In Bruneck stellt Herr Dr. Pycha keine Dokumente über diese die Menschenrechte verletzenden Praktiken zur Verfügung, sondern gibt nur einen Schätzwert über solche Fälle an.

Eine löbliche Ausnahme stellt die Psychiatrie in Meran dar. Im SPDC (=Abteilung für psychiatrische Diagnose und Behandlung) im Krankenhaus „Franz Tappeiner“ in Meran sind seit dem Tag der Eröffnung niemals Ruhigstellungsmaßnahmen durchgeführt worden.

Wie geht das also? Einerseits wird behauptet, dass Ruhigstellungen notwendig sind, aber andererseits gibt es nur wenige Kilometer entfernt eine Struktur, in der niemals auf solche Maßnahmen zurückgegriffen wird. Warum werden also weiterhin Praktiken angewendet, welche die Menschenwürde verletzen? Im Gesundheitsplan der Region Toscana wurde folgender Zusatz eingefügt: “Bestätigung, dass jede Form von körperlicher Einschränkung verboten ist und dass die ganze Aufmerksamkeit auf die individuelle Person, ihre Geschichte und auf ihr soziales und kulturelles Umfeld ausgerichtet ist”.

Wir haben es nicht nur mit Worten zu tun, sondern mit Menschen aus Fleisch und Blut, deren Körper diesen Grausamkeiten ausgesetzt werden, die einer zivilen Gesellschaft nicht würdig sind. Es folgt ein Auszug aus der Anzeige von Karin Gasser, welche dem Staatsanwalt von Bozen Cuno Tarfusser vorgelegt wurde.

“Am Beginn meiner psychiatrischen “Karriere” hatte ich Probleme mit Rauschgiftabhängigkeit; aber anstelle Hilfe zur Lösung dieses Problems zu bekommen, wurde ich mit Psychopharmaka vollgestopft und wiederholt ans Bett festgebunden. Diese Maßnahmen begründeten sich auf eine flüchtige Diagnose von geistiger Unzurechnungsfähigkeit bzw. dass ich mir vermutlich nicht über die Situation bewusst war, in der ich mich befand.

So wurde ich mehrere Male ans Bett gefesselt, anstatt dass man mir durch Gespräche geholfen hätte, um die ich gebeten hatte; dies nur, um sich nicht mit mir beschäftigen zu müssen und ohne meinen Geisteszustand zu berücksichtigen, und zwar ausschließlich wegen Organisationsproblemen.

Oft hat man mich mit Psychopharmaka vollgestopft, aus “logistischen“ Gründen (bzw. um mich aus dem Weg zu haben), und nicht, um meinen Gesundheitszustand zu verbessern.

Meine Beschwerden, dass mir niemand zuhört und mich niemand ernst nimmt, wurden nur als Grund für weitere “Bestrafungen“ verwendet: durch Verabreichung weiterer massiver Dosen von Psychopharmaka, deren einziger Sinn es war, einen unangenehmen Patienten zum Schweigen zu bringen. …

Ein Psychiater aus Brixen, der meinen Fall kannte, sagte mir im Jahr 1998 - als ich in Pension ging -, dass ich weder alkohol- noch medikamentenabhängig gewesen sei, sondern nur jemanden gebraucht hätte, der mich verstanden hätte.

Die psychiatrischen „Heilmethoden“ haben meinen Zustand nicht verbessert, sondern nur verschlechtert. …

Mit dem Tod meiner Mutter trat in meinem Leben eine Wende ein. Langsam habe ich allein – ohne ärztliche Hilfe – begonnen, den Medikamentenkonsum zu reduzieren. Heute nehme ich überhaupt keine Psychopharmaka mehr und es geht mir wesentlich besser.

Um die Bevölkerung über diese Missstände zu informieren, wurde die traurige Geschichte von Karin vor kurzem in Radio Südtirol übertragen. “Ich bin übrigens kein Einzelfall,” hat uns Karin anvertraut, “ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass viele andere Patienten auf diese Art und Weise behandelt wurden. Ich glaube, dass solche „Behandlungen“ an den Patienten schwere Schäden verursachen.” Wie das Beispiel der psychiatrischen Abteilung von Meran bestätigt, gibt es sehr wohl Methoden, die die Menschenwürde respektieren. Es ist an der Zeit, dass auch die Abteilungen von Bozen, Bruneck und Brixen Maßnahmen einführen, welche die Patienten als Person respektieren, bei denen die Aufmerksamkeit dem Individuum, seiner Geschichte und seinem sozialen und kulturellem Umfeld gilt.

CHIEDEVO SOLO CHE QUALCUNO CHE MI ASCOLTASSE

Nella risposta dell’assessore Theiner all’interrogazione n. 5531/08 “Elettroshock e misure di contenzione nella psichiatria in Sudtirolo” presentata l’11 marzo 2008 dai Consiglieri Provinciali Riccardo Dello Sbarba, Cristina Kury e Hans Heiss si leggono delle fredde cifre sulla contenzione (il legare una persona al letto) ma dietro queste cifre ci sono persone vere che subiscono gravi violazioni dei loro diritti umani. Nella relazione (riportata in corsivo) si legge:

A Bolzano vengono utilizzati in casi eccezionali metodi di contenzione: 140 casi (mediamente 1-2 contenzioni a caso in 15 gg. di degenza) su 3414 ricoveri nel corso degli ultimi cinque anni. Motivo: salvaguardare l’incolumità dell’utente qualora non risultino efficaci altre misure precedentemente attuate …

A Bressanone vengono utilizzati mezzi di contenzione. Esiste un protocollo riguardante le misure di contenzione ed un registro dove esse vengono segnalate (attivo dal 2006): da allora sono registrate 15 contenzioni. Motivo: quando gli altri provvedimenti non hanno dato risposta si attuano allo scopo di proteggere il singolo …

A Brunico vengono utilizzati mezzi di contenzione. Non avendo la possibilità di esaminare tutte le cartelle si stima un'insorgenza di 5 casi annuali. Si procede all'applicazione di mezzi di contenzione in casi estremi … Un protocollo di contenzione è in elaborazione.

A Brunico il dott. Pycha non fornisce documenti su tale pratica, lesiva dei diritti umani, ma fa solo una stima di questi casi.

Spicca tra questi il servizio psichiatrico di Merano. Nell’SPDC dell’Ospedale “Franz Tappeiner” di Merano, dalla data della sua apertura non sono mai stati utilizzati mezzi di contenzione.

Ma come? Dicono che la contenzione è necessaria eppure proprio a pochi chilometri c’è una struttura che non pratica mai la contenzione? Perché allora si continuano pratiche lesive della dignità umana? Nel Piano Sanitario Regionale della Regione Toscana è stata inserita “la conferma del divieto di ogni forma di contenzione fisica e l’attenzione alla persona alla sua storia e al suo contesto culturale e sociale”.

Non sono solo parole, ci sono persone in carne e ossa che patiscono sulla loro pelle queste barbarie che non sono degne di una società civile. Ecco un estratto della denuncia di Karin Gasser presentata al Procuratore della Repubblica di Bolzano Cuno Tarfusser.

“All’inizio della mia storia psichiatrica avevo dei problemi di tossicodipendenza e invece di ricevere assistenza per questo problema sono stata imbottita di psicofarmaci e legata ripetutamente al letto sulla base di una diagnosi superficiale di infermità mentale che probabilmente non teneva conto della situazione in cui mi ritrovavo.

Sono stata legata al letto più volte invece di essere aiutata tramite la comunicazione come da me richiesto, solo per non doversi occupare di me e senza alcuna considerazione della mia salute mentale, ma solo per problemi organizzativi.

Molte volte sono stata imbottita di psicofarmaci per motivi logistici (per togliermi di mezzo) e non per migliorare la mia salute.

Le mie lamentele invece di essere accolte e prese in considerazione sono state usate solo come motivo per un’ulteriore “punizione” con grosse dosi di psicofarmaci volte solo a far tacere una paziente scomoda. …

Uno psichiatra di Bressanone che conosceva il mio caso, quando andò in pensione nel 1998 mi disse che io non ero dipendente né dall'alcool né dalle pastiglie, avevo solo bisogno di persone con una buona comprensione

Le “cure” psichiatriche mi hanno fatto peggiorare anziché migliorare. …

Con la morte della mamma si è aperto uno spiraglio. Ho cominciato da sola lentamente, senza aiuto medico, a ridurre l'uso delle pillole e ora non prendo più psicofarmaci e sto molto meglio.”

La vicenda di Karin è stata recentemente trasmessa su Radio Südtirol per informare la gente di questi abusi. “Il mio non è caso isolato,” ci ha detto Karin, “ho visto personalmente molte altre persone trattate in questo modo. Penso che questi ‘trattamenti’ nuocciano gravemente alla persona.” Come dimostrato dal servizio di psichiatria di Merano ci sono pratiche che rispettano la dignità umana. È ora che anche i dipartimenti di Bolzano, Brunico e Bressanone adottino misure rispettose della persona e pongano l’attenzione alla persona alla sua storia e al suo contesto culturale e sociale.