Misbrauchs

Wenn du, eine liebe Person oder irgendjemanden, den du kennst eine Misshandlung von Seiten der Psychiatrie erlitten hast, dann nehme Kontakt zum Bürgerkomitee für Menschenrechte auf. Wir aktivieren ihn.
Se tu, una persona cara o qualcuno che conosci ha subito abusi da parte della psichiatria, mettiti in contatto con il Comitato dei Cittadini per i Diritti umani. Ci attiveremo

venerdì 28 giugno 2013

Meran, die Stadt der Rekorde: Meran hat die höchste Anzahl von psychiatrisierten Kindern



Anfrage des Landtagsabgeordneten Pius Leitner betreffend die Erhöhung des Psychopharmakaverbrauchs bei Meraner Kindern und die Situation in Südtirol

Bozen. Der Landtagsabgeordnete Pius Leitner (Die Freiheitlichen) hat eine Anfrage an die Landesregierung in Bezug auf die zahlreichen italienischen Nachrichten gemacht, die Meran als “Die Stadt mit den meisten psychiatrisierten Kindern” bezeichnet.

In einem Artikel wurde folgendes behauptet: «La città con il più alto numero di bambini psichiatrizzati e soggetti a trattamenti con psicofarmaci d’Italia è Merano. Basta pensare che in questo Comune di soli 38 mila abitanti, il consumo di anfetamine e simili nei minori è 13 volte superiore che nella vicina Provincia di Trento. E ben 4 volte più alto della media nazionale. Si tratta di un esempio di applicazione delle teorie psichiatriche relative al cosiddetto disturbo da deficit di attenzione e iperattività, recentemente promosse a Milano, nel 4° convegno mondiale dal titolo: “Il disturbo ADHD dall’infanzia all’età adulta”.»

Diese Feststellungen werden in der  Anfrage begründet:

«…Aus einer Erklärung der leitenden Ärztin der Abteilung Neuropsychiatrie für Kinder in Meran, Frau Dr. Donatella Arcangeli, geht hervor, dass es in Meran im Jahre 2010 immerhin 160 “psychiatrisierte” Kinder gab und 40 Kinder, die mit starken Psychopharmaka behandelt wurden. Demnach war in dieser Gemeinde der Konsum von Psychopharmaka für Kinder 13 Mal höher als in der Nachbarprovinz Trient (wo es laut Antworten von Landesrat für Gesundheit und Sozialpolitik, Dr. Ugo Rossi, auf die Anfragen Nr. 4020 und Nr. 4021, im Jahr 2010 63 Kinder gab, die Psychopharmaka einnahmen) Die Provinz Trient zählt rund 500.000 Einwohner und hat ein Gesetz, welches die Kinder vor dem Missbrauch von Psychopharmaka schützt. Die Zahlen bezüglich des Konsums von Psychopharmaka sind zudem im Meran 4 bis 8 Mal höher als im staatlichen Durchschnitt (laut eines Dokumentes der Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Frau Roberta Angelilli). Es sei daran erinnert, dass das in der Provinz Trient genehmigte Gesetz auch in Südtirol vorgeschlagen wurde, dann aber nicht vorangetrieben wurde. »

In der Fortsetzung der Anfrage wird auf das Fehlen genauer Daten für dieses Phänomen hingewiesen:

«Was Südtirol anbelangt, so kennen wir keine genauen Daten, was die Anzahl der mit starken Psychopharmaka behandelten Kinder anbelangt. Auf zwei diesbezüglichen Anfragen der Freiheitlichen Landtagsfraktion konnte der für Gesundheit und Soziales zuständige Landesrat Richard Theiner keine Angaben machen. Dies verwundert deshalb, weil eine Vereinigung die Zahlen scheinbar sehr wohl herausgefunden hat. Es geht jedenfalls nicht an, dass diese Informationen dem Assessorat und der Öffentlichkeit vorenthalten werden.»

Schlussendlich möchte der Landtagsabgeordnete Pius Leitner wissen:
«Wie viele Kinder bzw. Minderjährige werden in Südtirol mit Psychopharmaka behandelt, aufgeteilt auf die verschiedenen Altersstufen und auf die vier Sanitätsbezirke bezogen auf die Jahre 2010, 2011 und 2012? Welches sind die Protokolle und Maßnahmen, die zur Erfassung der astronomischen Zahlen bezüglich des Konsums von Psychopharmaka in Meran geführt haben? Wie bewertet die Landesregierung diesen Sachverhalt und was gedenkt sie in dieser Angelegenheit zu unternehmen?»

Silvio De Fanti
Vizepräsident des Bürgerkomitees für Menschenrechte Onlus